Steve Walsh in den 80er-Jahren: Ausstieg, Streets und Rückkehr
Die 1980er waren für Steve Walsh ein Jahrzehnt der Brüche: erst der Abschied von Kansas, dann die eigene Band Streets, schließlich das Comeback.
Sänger, Keyboarder und eine der prägendsten Stimmen des amerikanischen Progressive Rock.
Steve Walsh wurde am 15. Juni 1951 in St. Joseph, Missouri geboren. Schon früh fand er zu Klavier und Orgel. Anfang der 1970er spielte er in der Band White Clover in der Region um Topeka, Kansas, aus der schließlich die Gruppe hervorging, die als Kansas Musikgeschichte schreiben sollte.
1974 erschien das Debütalbum der Band. Von Beginn an übernahm Walsh eine Doppelrolle als Sänger und Keyboarder. Mit dem vierten Album Leftoverture gelang 1976 der Durchbruch: "Carry On Wayward Son", geschrieben von Kerry Livgren und gesungen von Walsh, wurde der erste große Hit. Ein Jahr später folgte Point of Know Return mit der Ballade "Dust in the Wind". Kansas zählte nun zu den erfolgreichsten US-Rockbands.
Walshs heller Tenor und sein kraftvolles Hammond-Orgel-Spiel wurden zum Kern des Kansas-Sounds.
1981 verließ Walsh die Band nach dem Album Audio-Visions, vor allem wegen kreativer Differenzen mit Kerry Livgren. Statt zu pausieren, gründete er die Melodic-Rock-Band Streets mit Gitarrist Mike Slamer und veröffentlichte zwei Alben. 1986 kehrte er für das Album Power zu Kansas zurück, neu dabei waren Gitarrist Steve Morse und Bassist Billy Greer. Es begann eine fast drei Jahrzehnte währende zweite Phase.
Parallel zu Kansas baute Walsh ein eigenes Solo-Werk auf: Schemer-Dreamer (1980), Glossolalia (2000), Shadowman (2005) und Black Butterfly (2017). Die Alben zeigen ihn zwischen melodischem AOR und härterem Progressive Rock.
Im Sommer 2014 zog sich Steve Walsh aus Kansas zurück. Sein letztes Konzert spielte er am 16. August 2014 in Sioux City, Iowa. Als Gründe nannte er nachlassende stimmliche Möglichkeiten. Sein Nachfolger wurde Ronnie Platt. Walsh lebt heute im Großraum Atlanta und bleibt eine zentrale Figur der Prog-Rock-Geschichte.
Die 1980er waren für Steve Walsh ein Jahrzehnt der Brüche: erst der Abschied von Kansas, dann die eigene Band Streets, schließlich das Comeback.
Bevor Kansas zur Weltmarke wurde, war Steve Walsh ein junger Keyboarder im Mittleren Westen. Ein Blick auf seine Anfänge.
Nach rund vier Jahrzehnten verließ Steve Walsh die Band, mit der er Geschichte schrieb. Die Hintergründe seines Abschieds und ein Blick auf heute.